Vorstellung der Stadlmann-Gambe in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern und erstes Konzert im Rahmen der 28. Tage Alter Musik vom 27. bis 30. März 2025 in Schwerin „Im Zeichen der Gambe“

v.l.n.r.: Restaurator Bernd Hiller, Gritt Brosowski, Dezernentin an der Landesbibliothek, Gambist Thomas Fritzsch, Thomas Wendorf, Vorsitzender des Musikvereins Mecklenburg-Vorpommern e.V., Christian Domke, künstlerischer Leiter der Tage Alter Musik Schwerin und Uta Wendorf vom Musikverein MV am Konzertabend; Foto: S. Klopfleisch Details anzeigen
v.l.n.r.: Restaurator Bernd Hiller, Gritt Brosowski, Dezernentin an der Landesbibliothek, Gambist Thomas Fritzsch, Thomas Wendorf, Vorsitzender des Musikvereins Mecklenburg-Vorpommern e.V., Christian Domke, künstlerischer Leiter der Tage Alter Musik Schwerin und Uta Wendorf vom Musikverein MV am Konzertabend; Foto: S. Klopfleisch
v.l.n.r.: Restaurator Bernd Hiller, Gritt Brosowski, Dezernentin an der Landesbibliothek, Gambist Thomas Fritzsch, Thomas Wendorf, Vorsitzender des Musikvereins Mecklenburg-Vorpommern e.V., Christian Domke, künstlerischer Leiter der Tage Alter Musik Schwerin und Uta Wendorf vom Musikverein MV am Konzertabend; Foto: S. Klopfleisch
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01.04.2025  | LB  | LAKD - Landesbibliothek

Am Freitag, 28. März 2025, präsentierte Kulturministerin Bettina Martin im Rahmen eines Pressegespräches einen ganz besonderen kulturellen Schatz aus den Beständen der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern der Öffentlichkeit: Die "Residenzgambe".

Die „Residenzgambe“ ist ein historisches Instrument, das 1778 von Johann Joseph Stadlmann in Wien gebaut wurde. Sieben Jahre später kam die Gambe mit dem Musiker und Komponisten Franz Xaver Hammer an den Mecklenburg-Schwerinschen Hof zu Ludwigslust. Hammer wirkte dort von 1785 bis 1813 als Solist und Musiker in der Kapelle des Großherzogs Friedrich Franz I. Bei seinem Tod hinterließ Hammer nicht nur eine Witwe, fünf erwachsene und zwei minderjährige Kinder, sondern auch die Stadlmann-Gambe von 1778.

In den Besitz der Landesbibliothek bzw. der damaligen Großherzoglichen Regierungsbibliothek gelangte die Gambe 1891 gemeinsam mit den Musikalien der Mecklenburg-Schweriner Hofkapelle, inklusive der Werke Hammers.

Für das notwendige Gutachten und die Restaurierung sowie einen neuen Aufbewahrungskasten für das Instrument stellte das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten 2023 und 2024 insgesamt 45.000 Euro zur Verfügung.

„Mit Restaurierung der Residenzgambe haben wir einen kulturellen Schatz des Landes wiederbelebt, auf den wir stolz sein können. Doch damit diese Investition sich auszahlt, muss das Instrument auch gespielt werden.
Es freut mich deshalb sehr, dass der Musikverein Mecklenburg-Vorpommern e.V. sofort Feuer und Flamme für das Projekt war und seine 28. Tage der Alten Musik „im Zeichen der Gambe“ veranstaltet. 250 Jahre nachdem sie gebaut wurde, erklingt damit die Gambe am heutigen Abend wieder in einem Solokonzert“, so Ministerin Martin bei der Vorstellung.

Der Vorsitzende des Musikvereins Mecklenburg-Vorpommern e.V., Thomas Wendorf: „Seit der Vereinsgründung 1991 widmet sich unser Verein Pflege und Förderung der Musik in Mecklenburg-Vorpommern. Wir wollen auch der jungen Generation das Erleben der musikalischen Wurzeln unseres Landes näherbringen. Wir freuen uns, dass die Landesregierung die Initiative zur Restaurierung der Gambe unterstützt hat. Wir freuen uns darüber, dass auf diese Weise die Kultur unseres Landes in besonderer Weise gepflegt und gefördert wird. Genauso dankbar sind wir für die Unterstützung unseres Festivals Tage Alter Musik Schwerin, das das einzige Alte-Musik-Festival in unserem Bundesland ist und die eigene Musiklandschaft Mecklenburg-Vorpommerns in den Vordergrund stellt. Dem Verein ist es wichtig, die musikalischen Schätze des Landes zu heben und einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

Die weltweit einzige Bass-Viola da gamba von Johann Joseph Stadlmann wurde am 28. März 2025 bei einem Festkonzert erstmals nach ihrer Restaurierung der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach der Vorstellung des Instrumentes und seiner Restaurierung erklang die Gambe, gespielt von Thomas Fritzsch (Leipzig), in einem Solokonzert mit Werken von Bach, Telemann, Abel und Mozart.